Vertrauen braucht Teilhabe
Was erwarten Bürgerinnen und Bürger von der Wirtschaft? Woher kommt unser Wohlstand – und wie soll das Zusammenleben im Kanton Zürich künftig aussehen? Der neue Bericht zum Townhall-Dialog Zürich fasst die Antworten aus den Tischgesprächen zusammen und macht die zentralen Spannungsfelder sichtbar.
Rund 60 Bürgerinnen und Bürger diskutierten am Townhall-Dialog von «Wir, die Wirtschaft», der Zürcher Handelskammer und Swiss Re über eine zentrale Frage: Wie schaffen wir Vertrauen in eine Wirtschaftspolitik, die allen zugutekommt?
Die Gespräche zeigen: Von der Wirtschaft wird eine doppelte Leistung erwartet. Sie soll innovativ, wettbewerbsfähig und international erfolgreich sein. Gleichzeitig soll sie gute Arbeitsplätze schaffen, Chancen eröffnen, gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und am Standort sichtbar verankert bleiben. Vertrauen entsteht dort, wo wirtschaftlicher Erfolg nicht abstrakt bleibt, sondern im Alltag der Menschen spürbar wird.
Als Grundlagen unseres Wohlstands nannten die Teilnehmenden politische Stabilität, Freiheit, Bildung, Leistungsbereitschaft, internationale Offenheit und verlässliche Institutionen. Doch dieses Erfolgsmodell ist keine Selbstverständlichkeit. Innovation, Digitalisierung und Anpassungsfähigkeit werden entscheidend sein, damit die Schweiz auch künftig erfolgreich bleibt.
Kontrovers diskutiert wurde die Frage des Wachstums. Wachstum schafft Arbeitsplätze, Ressourcen und Investitionen, erhöht aber zugleich den Druck auf Wohnraum, Infrastruktur und Lebensqualität. Gefordert wird deshalb nicht Wachstum um jeden Preis, sondern eine Entwicklung, die produktiv, nachhaltig und gesellschaftlich breit abgestützt ist.
Für das künftige Zusammenleben wünschen sich die Teilnehmenden einen offenen, vielfältigen und leistungsfähigen Kanton Zürich – ohne gesellschaftliche Fragmentierung. Bezahlbarer Wohnraum, soziale Durchmischung, gute Infrastruktur, Bildung und soziale Sicherheit gelten als wichtige Voraussetzungen dafür.
Gleichzeitig braucht es mehr Begegnung zwischen unterschiedlichen Lebenswelten: zwischen Stadt und Land, Jung und Alt, verschiedenen sozialen Milieus sowie zwischen Wirtschaft und Bevölkerung. Zugehörigkeit entsteht dort, wo Menschen nicht nur nebeneinander leben, sondern sich als Teil eines gemeinsamen Projekts verstehen.
Das Fazit des Berichts: Vertrauen braucht Teilhabe, Klarheit und gemeinsame Verantwortung. Die Wirtschaft schafft Chancen und übernimmt Verantwortung. Die Politik sorgt für faire und verlässliche Rahmenbedingungen. Und Bürgerinnen und Bürger bringen ihre Perspektiven ein und gestalten Veränderungen mit.
Der vollständige Bericht zeigt, wo sich die Erwartungen decken – und wo Spannungen offenbleiben.
Jetzt in den Bericht eintauchen:








